Kirchenchor St. Barbara - Wulfen-Barkenberg

Konzert


Samstag, 17. Februar 2018, 19 Uhr

Musikalische Lichtblicke zur Fastenzeit

Dorstener-Zeitung von Barbara Seppi
Der Kirchenchor St. Barbara beschenkte das Publikum mit klanggewaltigen Emotionen aus der Feder von zwei großen zeitgenössischen Komponisten.

RN-FOTO SEPPI
Der Kirchenchor St. Barbara mit einem beeindruckenden „Requiem“ von John Rutter. Vor dem Altar ein Scheiterhaufen der Symbole für Leid, Tod, Krankheit, Einsamkeit und Krieg.

Wulfen-Barkenberg. Tiefe Orgeltöne hüllen die St.-Barbara-Kirche am Samstagabend in eine düstere Klangwolke, der Einstieg in das Konzert des Kirchenchores St. Barbara unter der Leitung von Lukas Czarnuch ist bedrohlich wie der Tod selber. Das Werk des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Morten Lauridsen für gemischten Chor und Orgel „Lux aeterna“ beginnt mit „Requiem aeternam dona eis domine“, der innigen Bitte nach der ewigen Ruhe und dem immerwährenden Licht, durchsetzt von der Angst vor dem Ungewissen.
Wunderbar gemeistert
Die 46 Sängerinnen und Sänger meistern die diffizile fünfteilige Komposition mit vielen A-cappella-Passagen wunderbar. Perfekte Interpretation der schwebenden Klänge, harmonisches Aufblühen in den Abschnitten der Hoffnung, strahlender Klangkörper im „O lux beatissima“, der gotterfüllten Pfingstsequenz voller Zuversicht.
Felicia Meyerratken an der Orgel verschmilzt mit dem Chor, die logistische schwierige Distanz mit dem Rücken zum Dirigenten beeinflusst Einsätze und souveräne Überleitungen nicht im Geringsten. Mehr als 200 Besucher lauschen in ergriffener Stille. Geklatscht wird dann doch – Anja Heix (Oboe), Dorit Isselhorst (Querflöte), Roland Schneider (Pauke/Glockenspiel), Klaus Baumeister (Cello), Sonja Jahn (Harfe) und Charlotte Schäfer (Sopran) betreten die Bühne.
John Rutter, geboren 1945 in London, hat sein „Requiem“ für Chor, Solo-Sopran und Instrumental-Ensemble geschrieben. Auch hier beginnt es düster, aber gewaltiger, mit Paukenschlägen und intensivem Cello, in die sich der Chor als schöner kompakter Klangkörper einreiht. Hymnische Duette von Chor und Oboe, die Harfe lässt göttliches Licht strahlen, im „Kyrie eleison“ lässt Czarnuch die Sänger die weite, die Welt umschlingende Melodieführung von Rutter vollends auskosten. „Out of the Deep“, die zweite Sequenz, bringt eine moderne, an „Spirituals“ erinnernde Komponente. Charlotte Schäfer glänzt mit Engelsstimme im „Pie Jesu“, die trockene Akustik der Barbarakirche gibt dem Satz eine einfache, klare Note, für einen Moment steht die Welt still, regiert vom „milden Jesus“. Gerade unter diesen Klangvoraussetzungen sind die vielen, exzellent ausgeführten Dynamiken des Chores noch höher zu bewerten, der Kirchenchor St. Barbara hat Großes geleistet. Aber nicht Freude und Stolz stehen den Sängerinnen und Sängern am Ende im Gesicht geschrieben, sondern eine tiefe Bewegtheit. „Das nicht einfach nur ein Konzertprogramm, sondern Musik mit einem tiefen theologischen Hintergrund“, erklärt Czarnuch.

Eine gute Zusammenarbeit
- Wer aufmerksam schaute, konnte in den Reihen der Tenöre den Dorstener Musikschulleiter Wolfgang Endrös und bei den Bässen den evangelischen Kirchenmusiker aus Barkenberg Stephan Hillnhütter entdecken.
- „Es ist eine wunderbare Kooperation mit den Kollegen“, strahlte Czarnuch nach dem Konzert. „Wir unterstützen uns regelmäßig, und mit Endrös verbindet mich schon seit fast zwei Jahrzehnten eine Freundschaft“.
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K. Drabiniok / RN-FOTO SEPPI / >>Fotostrecke

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Das Projekt:

Samstag 17. Februar, 19:00 Uhr


Kirchenchor St. Barbara,
Charlotte Schäfer (Sopran) und
Felicia Meyerratken (Orgel)


Requiem von John Rutter
Lux aeterna von Morten Lauridsen
Komposition für Chor, Orgel und Orchester

>>2018-01-18 Presseankündigung



Chorkonzert in St. Barbara
Musikalische Einstimmung in die Fastenzeit

Mit zwei zeitgenössischen Werken des amerikanischen Komponisten Morten Lauridsen und des Engländers John Rutter wird der Kirchenchor St. Barbara (Wulfen Barkenberg) mit einem Konzert am 17.2.2018 in die Fastenzeit einführen.
Sowohl das Lux Aerterna von Lauridsen aus dem Jahr 1997, als auch das Requiem von John Rutter, welches 1985 uraufgeführt worden ist, beschäftigen sich mit dem Tod des Menschen und nehmen hierzu Elemente der Totenmesse in ihre Kompositionen auf. Es ist der Gedanke des Aschermittwochs, das Gedenken der eigenen Endlichkeit, der den Ausgangspunkt beider Werke bildet. Doch bleiben diese Werke nicht stehen bei Trauer und Mitleid, sondern wenden ihren Blick sowohl inhaltlich als auch musikalisch hin auf Ostern, auf Christus, der durch seine Auferstehung dem Tod am Ende des Lebens ebenso wie den vielen Toden, die wir Menschen bereits im Leben sterben, eine neue Perspektive gibt.
Die vielen Tode, unter denen Menschen bereits zu Lebzeiten leiden und verzweifeln, wie z.B. Krankheit, Einsamkeit, Trauer um nahestehende Menschen, Sorgen um die Existenz, Überforderung durch einen rasanten gesellschaftlichen Wandel, Umweltzerstörung werden im Rahmen des Konzerts durch eine Installation im Altarraum vergegenständlicht und in die Aufführung eingebunden.
Gegen all diese Symbole des menschlichen Leidens und Scheiterns steht nun die Musik, die nichts von all dem Leid beschönigt oder gar auslässt, doch sich mutig gegen die Resignation und die Verzweiflung stellt.
Morten Lauridsen wählt das Symbol des ewigen Lichts (Lux aerterna), das den Menschen den Weg aus der Dunkelheit des Todes führt. Gott ist das Licht, der in seiner dreieinigen Gestalt als Vater, Sohn und Heiliger Geist von Anbeginn der Welt bei den Menschen ist und sie in ihren Toden nicht allein lässt. Diesen Gedanken nimmt auch das Requiem von John Rutter auf, wenn z.B. die Texte der lateinischen Totenmesse ergänzt werden durch den 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“ und Auszügen aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes.
Dieses Konzert soll ein Lichtblick für das Leben und gegen Angst und Hoffnungslosigkeit sein, aber auch ein musikalischer Lichtblick, der die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher mitnimmt und eine neue Perspektive eröffnet auf zeitgenössische Chormusik.
Bei der Aufführung dieser Werke wird der Kirchenchor St. Barbara unterstützt und begleitet von einem fünfköpfigen Instrumentalensemble bestehend aus Harfe, Cello, Querflöte, Oboe und Schlagwerk (Pauke und Glockenspiel) sowie Felicia Meyerratken an der Orgel. Die Sopran-Solopartien werden von Charlotte Schäfer gesungen, die Leitung hat Lukas Czarnuch.
Das Konzert beginnt um 19.00 Uhr in der St. Barbara-Kirche in Wulfen Barkenberg. Die Eintrittskarten können ab sofort zum Preis von 10 EUR in den Pfarrbüros der Gemeinden St. Matthäus und St. Barbara sowie bei den Sängerinnen und Sängern des Chores und an der Abendkasse erworben werden.



Termine:

Samstag 17. Februar 2018,
......19:00 Aufführung

Samstag 17. Februar 14:00 Uhr, Generalprobe (Rutter).

Freitag 16. Februar 18:00 Uhr, Generalprobe (Lauridsen).

Dienstag 13. Februar 19:00 - 22:00 Uhr, Chorprobe.

Montag 12. Februar 19:30 - 21:30 Uhr, Zusatz Chorprobe
................................ im Pfarrsaal.


Dienstag 06. Februar 19:00 Uhr, Einzelstimmprobe im GHW,
.................................. 20:00 - 22:00 Uhr Chorprobe im GHW.


Montag 05. Februar 19:30 Uhr, Zusatz Chorprobe im GHW.

Sonntag 04. Februar 18:00 - 21:00 Uhr, Kleinchorprobe im GHW.

Dienstag 30. Januar 19:00 Uhr, Einzelstimmprobe, (Tenor + Bass)
................................ 19.30 - 21.45 Uhr (Chorprobe, etwas früher)


Sonntag 28. Januar 14:00 - 16:30 Uhr, Zusatz Chorprobe
................................ im Gemeinschaftshaus Wulfen (GHW).


Dienstag 23. Januar 19:00 Uhr, Zusatzprobe Bass und Sopran II.

Freitag 19. bis Sonntag 21. Januar 2018
......Chor-Probenwochenende Konzertprogramm

Samstag 06. Januar 2018
......14:00 - 19:00 Uhr Sonderprobe kleiner Chor Konzertprogramm

Sonntag 10. September 2017
......14:00 - 18.30 Uhr Sonderprobe Konzertprogramm im Pfarrsaal

Samstag 01. Juli 2017
......14:00 - 18:00 Uhr Sonderprobe Konzertprogramm im Pfarrsaal

ab Dienstag 13. Juni 2017
......20:00 Uhr Chorproben Konzertprogramm im Pfarrsaal